CampteilnehmerInnen
Foto von Valentin Bachem

Zum zweiten Mal fanden vom 14.-16.06.2017 die „Drupal Business & Community Days“ in Heidelberg statt. Knapp 100 Beteiligte sorgten für eine angenehm familiäre Atmosphäre der Veranstaltung in der modernen Heidelberger Jugendherberge, die von der Agentur erdfisch organisiert wurde. Anders als im letzten Jahr bestand in diesem Jahr auch der Community-Track aus Sessions, sowie aus einem Sprint.

Im Business-Teil waren in diesem Jahr wieder Themen vorherrschend, die auf anderen Drupal Camps eher selten besprochen werden. Interessant war der Vortrag von Julia Schönborn (@karma_job) über Corporate Social Responsibility Corporate Social Responsibility und die Chancen, die sich auch für kleinere Unternehmen und Freelancer daraus für das (vor allem Social Media) Marketing ergeben. Weitere informative Sessions vermittelten Wissen zum Datenschutz und zum Controlling. In ihrer Session „Die TrauMINTfrau“ regte Renate Welkenbach (@NeosLove) zum Nachdenken darüber an, wie das Miteinander in der It-Branche im Allgemeinen und in der Drupal-Community im Speziellen gestaltet werden kann, um einladender für Entwicklerinnen und andere weibliche Community-Mitglieder zu sein und mehr Frauen zur Teilnahme zu ermutigen.

Spannend waren darüber hinaus auch die Erfahrungsberichte anderer Agenturen aus deren Arbeitsalltag und der Firmenentwicklung. Genannt seien die Sessions von Josef Dabernig (@dasjo) über die agile Team-Organisation und die Session von Michael Schmid (@schnitzel) zur Firmenentwicklung, beide von amazee labs (& co.).

Foto von Josef Dabernig

Wie schon im letzten Jahr war für mich persönlich das Interessanteste an der Veranstaltung der Austausch mit anderen Agenturen über Arbeits- und Organisationsformen. Mit vielen Agenturen und Freelancern sind wir seit vielen Jahren bekannt und befreundet und immer wieder im Austausch über fachliche, Drupal-spezifische Themen. Mit dem Business-Schwerpunkt der beiden Camps in Heidelberg gab es aber zum ersten Mal einen tiefergehenden Austausch darüber, wie die Agenturen arbeiten, wie agile Prozesse angewandt werden, welche Erfahrungen damit gemacht wurden und wie die Agenturen ihre internen Strukturen entwickeln. Angeregt durch einige Sessions, aber nicht auf diese beschränkt, sondern in vielen angeregten und offenen Gesprächen im schönen Innenhof bis weit in die Nächte, sorgte dieser Teil des Camps für viele Ideen und Inspirationen.

Unser eigener Reinblau-Beitrag dazu war die Session „Die Firma sind wir!“ von Luca (@lucacur) und mir (@dietmarg), in der wir von unserer organisatorischen Entwicklung seit der Eintragung ins Genossenschaftsregister berichtet haben. Besonders die Frage, wie sich gleichberechtigte Teilnahme, Transparenz und agiles Arbeiten auch auf interne Prozesse anwenden lassen, stand im Mittelpunkt unseres Vortrags. Mit Holacracy definieren wir Rollen und Aufgaben und arbeiten in einem geregelten Governance-Prozess daran, diese Rollen und Strukturen immer dann anzupassen, wenn sich anhand von Spannungen in der Arbeit Bedarf an Veränderung zeigt. Dass diese Spannungen als Anlass zur agilen Weiterentwicklung und nicht als Störungen im System wahrgenommen werden, ist eines der Kernfeatures von Holacracy, die uns gut gefallen.

Alles in allem waren auch diese Business & Community Days wieder eine gelungene Veranstaltung, für deren Durchführung wir ganz herzlich dem Organisationsteam von erdfisch, dem Veranstalter Drupal e. V., den Sponsoren (zu denen wir auch gehörten), SpeakerInnen und TeilnehmerInnen danken.